Gutes Geld für gute Leistung – wie viel Geld für zusätzliche Leistung?

Krankenhäuser finanzieren sich aus zwei Quellen. Die Betriebskosten erwirtschaften sie über die Krankenkassen durch die Behandlung von Patienten, Investitionskosten für Neu- und Umbauten erhalten Krankenhäuser über das Land Hamburg.

Patientenbehandlungen im Krankenhaus werden im Wesentlichen über Fallpauschalen abgerechnet, in der Psychiatrie und Psychosomatik über tagesbezogene Entgelte. Da die Preise der Krankenhäuser nicht stärker steigen dürfen als die Einnahmen der Krankenkassen wachsen, sind Preissteigerungen im Krankenhaus per Gesetz beschränkt. Den größten Kostenblock eines Krankenhauses stellen die Personalkosten, die aufgrund der Tarifabschlüsse für die Beschäftigten jährlich steigen. Die Krankenhäuser bezahlen diese tarifbedingten Kostensteigerungen, bekommen jedoch nur einen kleinen Teil über die Preise für die Behandlungen refinanziert. Dadurch hat sich über die Jahre eine erhebliche Unterfinanzierung in den Krankenhäusern entwickelt. Zudem müssen Krankenhäuser den Krankenkassen Rabatte auf Mehrleistungen einräumen. Die Politik erhofft sich von finanziellen Abschlägen auf Mehrleistungen, zusätzlichen Krankenhausfällen entgegenzuwirken. Krankenhäuser in wachsenden Regionen, wie der Metropolregion Hamburg, werden daher systematisch finanziell benachteiligt. Diese Unterfinanzierung der Krankenhausleistungen stellt ein vorrangiges Problem in der Gesundheitsversorgung dar und kann nur über gesetzliche Änderungen gelöst werden.

Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft verhandelt stellvertretend für die Hamburger Krankenhäuser jedes Jahr von neuem mit den Krankenkassen den Preis, den das Krankenhaus für seine Leistungen vergütet bekommt, den sogenannten landesweiten Basisfallwert.  Sie setzt sich gesundheitspolitisch dafür ein, dass medizinische Leistungen voll bezahlt werden.